ESSEN & TRINKEN:

Épicerie

Klingt toll, was? Aber jetzt nur nicht so beeindruckt sein! Eine Épicerie ist schlicht und ergreifend ein Lebensmittelgeschäft. Ein Geschäft, dass wie in Deutschland Tante Emma an der Ecke mit dem Edeka-Schild, so ziemlich alles hat. Und wie in Deutschland ist der Preis der kleinen Lebensmittelhändler natürlich höher, wie im Supermarché. Warum gibt es dann noch so viele Épicerien in Paris? Weil sie einen unschlagbaren Vorteil haben: Sie sind meistens bis nach Mitternacht geöffnet! Das ist natürlich auch in Paris nicht erlaubt - es kümmert sich aber niemand drum! Und die Pariser würden une Revolution anzetteln, wenn die Flics plötzlich Theater machen würden. Diese Épicerien werden fast ausschliesslich vorn Nordafrikanern geführt. In der Regel sind dies ehemalige Algerier, die nach Ende der Kolonialzeit ins Mutterland Frankreich übersiedelten, weil sie, da sie mit den französischen Besatzern zusammen gearbeitet haben, in Algerien als Kollaborateure Schlimmes zu erwarten gehabt hätten. Und diese Algerier haben dann in Paris eine Marktlücke für sich entdeckt: Den fast rund um die Uhr offenen Lebensmittelladen. Und die Pariser nennen diese Läden liebevoll "le p'tit arabe" (der kleine Araber).

Wenn sich also mal zu ungewohnter Stunde der kleine Hunger oder Durst meldet, dann hin zum p'tit arabe. Der kann ganz bestimmt helfen!

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