ESSEN & TRINKEN: Fast Food

Bäh! Fliessbandessen!

Hallo, hallo, liebe Leute! Nun mal nicht so voreingenommen! Nur weil wir das schnelle Essen mit dem anglo-amerikanischen Ausdruck bedacht haben, muss es ja nicht auch unbedingt gleich "amerikanisch" sein. Zumal die Franzosen eigentlich die wirklichen Erfinder vom schnellen Essen sind. Sie glauben gar nicht, was es so alles gibt, was man da mal schnell im Vorübergehen in sich reinstopfen kann.

Sie bemerken schon, vielleicht sehr erleichtert, dass der Autor auch nicht viel von "Mäcks und Schnäcks" nach donaldinischer Art hält. Aber der berühmte kleine Hunger meldet sich auch bei ihm hier und da mal. Und wie Sie vielleicht schon aus dem Umfang des Kapitels Essen & Trinken geschlossen haben, ist er wahrlich kein Kostverächter. Nun, lassen wir doch mal diesen kleinen Gourmand (haha! Insiderwitz!) aufzählen, was man so mal schnell geniessen kann (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

- Da sind zuerst einmal die Sandwiches (heissen auch in la France so, werden nur anders ausgesprochen: "Sssssonntuitsch". Grundlage ist 1/3 (in Tourigebieten) oder 1/2 (in Wohngebieten) Baguette. Dieses wird wie ein Brötchen aufgeschnitten. Und dann kommt da rein, was Spass macht: Wurst, Käse, Würstchen (Bock-, Bratwurst und vor allem Merguez), Hühnerfleisch, Salate alle Art usw. Vorher mal Butter und mal Majo oder was anderes Glitschiges. Fertig. Sättigt, ist lecker und sieht doch erheblich französischer aus, in ein Baguette zu beissen, als verzweifelt ein tropfendes Pappbrötchen mit Hackfleischeinlage zu balancieren! Sandwiches erhalten Sie in allen Bistros und an vielen Ständen auf der Strasse. Auch eine donaldähnliche französische Filialkette nur für Baguettes und Salate gibt es: Pomme de Pain. Nicht so schön wie das hausgemachte Sandwich im Bistro, aber akzeptabel.

- Überall, wo es etwas zu Essen gibt, bekommen Sie auch Salatteller aller Art. Ebenfalls lecker.

- Warme Kleinigkeiten hält jedes Bistro für Sie parat: Steak mit Frites, Würstchen mit Frites, Croque Monsieur
(man nehme: 2 Scheiben Toast und überbacke sie mit Käse (Gruyère oder ersatzweise Emmentaler). Auf den einen Käsetoast legen Sie eine Scheibe Jambon de Paris (Kochschinken) und legen die andere Scheibe mit Käse nach oben wieder drauf - fertig), Croque Madame (Toast, Schinken, Spiegelei).

- Der Klassiker der schnellen Mahlzeiten ist und bleibt die Crèpe. Grundlage ist eine Art hauchdünner Pfannkuchen. Darauf kommt dann süsser oder herzhafter Belag nach Wahl: Zucker, Zucker mit Likören, Früchte, Marmeladen, Schokosauce, Schinken, Käse, Wurst, Ei, Gemüse usw.. Nach dem Belegen wird die Crèpe zusammengefaltet, in ein Tütchen gesteckt und gegessen. Tipp: Gerade wenn Sie flüssige Zutaten haben, dann lassen Sie die Crèpe in der Tüte und beissen nur immer vom oben herausschauenden Teil ab (von Zeit zu Zeit nachschieben!). Sonst haben Sie den herrlichen Effekt, dass bei jedem Reinbeissen in den oberen Teil ein kleiner Spritzer Füllung aus dem unteren Teil mit Schmackes auf Ihren Klamotten landet.

- Quiches jeder Art erhalten Sie in Läden und in Bistros, oft auch in Cafés und im Salon de thé. Dies sind kleine Küchlein mit Spinat, Zwiebeln, Käse, Schinken oder Ei. Andere Versionen sind immer möglich. Der Klassiker ist die Quiche Lorraine, also die Quiche aus Lothringen. Quiche kann kalt oder warm gegessen werden. Probieren! Eine Abart der Quiche ist dann noch der Elsässische Zwiebelkuchen.

- Natürlich gibt es auch massenweise internationale schnelle Imbisse: Pizza, Giros- und Dönerpita, Hot Dog und an jeder dritten Ecke so eine Donalderria mit den Fleischbrötchen, den warmen. Die übelste Donaldecke ist ausgerechnet auf den Champs Elysées. Ein Donald jagt den nächsten King. Aber wenn es denn unbedingt sein muss: tun Sie, was Sie nicht lassen können!

- Und vergessen Sie nicht, dass Sie in vielen Läden in Paris ebenfalls Kleinigkeiten zum Sofortgenuss erstehen können. Meist billiger und oft kleine Delikatessen. Mehr dazu in den entsprechenden Kapiteln.