Billig

Na ja, was man so billig nennt. Im Vergleich zu anderen Orten in Paris sind unsere Hinweise zumindest preiswert. Grundsätzlich ist Paris eben teuer. Das liegt an den Grundstückspreisen, den Löhnen und Gehältern und der hohen Mehrwertsteuer, die sich alle auf die Preise niederschlagen. Vor allem liegt es aber an den Touristen aus aller Welt, die bereit sind, die hohen Preise zu zahlen. Also: reissen Sie sich zusammen!

1. Hotel
Sie schlafen sowieso nur ein paar Stunden dort und sind ansonsten unterwegs. Also nehmen Sie das billigste, das angeboten wird. Klein sind die Zimmer alle und das Frühstück besteht eh nur aus wahlweise Kaffee, Milchkaffee, Tee oder Kakao, einem Croissant und ein paar Stücken Baguette mit einem Ministück Butter (ach Gott, wie niedlich!) und Marmelade.

2. Restaurants, Bistros, Cafés
Immer draussen schon mal auf die Preise schauen. Und immer daran denken: in den Seitenstrassen wird es deutlich billiger! Und auch in Arrondissements, die mehr an der Péripherique liegen. Auch ruhig mal in die Fressmeilen gehen! Nicht à la Carte essen, sondern Menue bevorzugen. Plât du jour nicht vergessen! Auch mal Kleinigkeiten essen! Immer kostenlose Karaffe Wasser ordern! Wenn Sie nur mal Durst haben und nicht einfach nur mal gerne im Café sitzen möchten (und dabei diskret auch gleich mal verschwinden wollen): kaufen Sie lieber beim p'tit Arabe oder im Supermarché! Mehr dazu: Kapitel: Essen & Trinken => Esstipps/Trinktipps.

3. Andenken
Nicht in touristisch überlaufenen Gegenden kaufen! Andenken gibt es preiswert auf den Puces, den Flohmärkten. Hervorzuheben ist hier besonders Clignancourt! Auch in vielen Kramläden in den Seitenstrassen stossen Sie oft auf entzückende Mitbringsel! Keine Weine oder andere Alkoholika als Souvenir kaufen! Das Angebot ist identisch mit dem deutschen und immer teurer!

4. Klamotten
Sind sowieso zu teuer, Ausnahme ist der Puces St. Quen in Clignancourt. Da darf man ruhig mal zuschlagen. Ausserdem im Klamotten-Grosshandel-Quartier Sentier. Hier wird eigentlich nur en Gros verkauft. Aber wenn man freundlich fragt...

5. Lebensmittel
Supermarchés sind immer billiger als das Fachgeschäft. Unbedingt reinschauen in die chinesischen Geschäfte hinter der Place Italie!

6. Sonderveranstaltungen und Events
Sofort beim Eintreffen das Pariscope für 0,40 Euro kaufen. Hier stehen alle aktuellen Veranstaltungen drin. Ausserdem auf die grossen gelbschriftigen Elektroniktafeln an exponierten Orten achten. Hier gibt es immer wieder Hinweise auf kostenlose oder billige Veranstaltungen.

7. Öffentliche Verkehrsmittel
Einzelfahrscheine sind teuer! Am besten, Tages- oder Wochenkarten (carte orange) nehmen. Dann kann man auch hemmungslos Bus fahren. Mehr dazu: Kapitel: Fortbewegen.

8. Stadtrundfahrten
Teuer teuer teuer! Lieber schöne Buslinien auskundschaften (Pläne gibt's in Metrostationen umsonst) und mit RATP-Bus rumsausen!

9. Veranstaltungen mit Essen
Teuer und bäh! Fast überall können Sie auch nur die Veranstaltung ohne Diner buchen ! Das wird billiger! Beispiele: Shows (Lido, Paradis Latin, Moulin Rouge), Bateaux Mouches etc.

10. Einkaufen (alles mögliche)
Lieber in Supermarchés oder Einkaufszentren gehen. Grosse Zentren sind am Place Italie, Forum Les Halles (Irrgarten!) und an der Grande Arche de la Défense. ACHTUNG! Kaufhäuser in Paris sind teuer!!! Ausnahme ist hier nur Prisunic auf den (man höre und staune) Champs Elysées!

11. Kosmetik, Friseur, Dessous
Kurz: alles was die Dame anmacht! Urteil: in Deutschland kaufen. Sie bekommen genau das Gleiche zum wesentlich günstigeren Preis.

12. Regen ist teuer - wenn man nicht aufpasst
Im Regen flüchtet der Touri meist in Museen. Da schaut man sich an, was einen oft nicht mal richtig interessiert. Aber es gibt doch kostenlose Alternativen: die Passagen! Zwei der Schönsten finden Sie am Boulevard Montmartre, M° Grand Boulevards. Eine ist gleich neben dem Musée Grevin (Wachsfiguren) und die andere direkt gegenüber. Ansonsten kann man ja auch in den Einkaufszentren (s. Punkt 10) stöbern. Oder schöne weite Touren mit den RATP-Bussen machen. Oder Kirchen besichtigen. Vorschlag: wir machen einen Sakral-Tag: Notre Dame (die Erhabenste), Sacre Coeur (die Faszinierendste), St. Germain des Prés (die Älteste), St. Sulpice (die Grösste), St. Denis (die Königlichste), St. Eustache (die Bürgerlichste). Eigenlich sollte hier bei diesen Superlativen auch die Schönste nicht fehlen - aber leider kostet die Eintritt. La Sainte Chapelle.

13. Eiffelturm - wer aufpasst, der spart!

Und hier ein Tipp von unserem Parisfan H. Totzke, der soeben aus der Stadt der Lichter voll von Begeisterung und neuen Eindrücken zurückkehrte. Wir zitieren wörtlich: "Ein Tipp für Ihre Rubrik "Paris billig": Eiffelturm 1.Etage: man ist fast allein und kann, wenn man will, anschließend kostenlos weiter in die 2.Etage laufen (Tipp zum Geld-Sparen, gerade wenn man zu mehreren Leuten unterwegs ist: € 3,70 für die Fahrt in die 1.Etage bezahlen und dann weiter laufen statt € 7,20 (ca.) für die Fahrt bis in die 2.Etage bezahlen (das macht sich bei mehreren Personen ganz schön bezahlt). Gleich von Beginn an laufen spart nur 40 Cent pro Person gegenüber der von uns (zufällig) erprobten Version."
Merci bien Monsieur! Gerade der Turm der Türme geht ja ganz schön in die Euros. Da kann man gerne jeden Sou -pardon- Cent sparen. Und was fand Surfer Totzke außerdem empfehlenswert? Zum Beispiel um 19.00 Uhr allein auf der Dachterrasse des Kaufhauses La Samaritaine stehen. In der Mouffetard irgendwo ins Restaurant gehen.

Sie haben selber einige Erfahrungen, was das preiswerte Paris betrifft? Warum behalten Sie diese für sich? Her damit! Kontaktseite und mailen! Und zwar stante pede oder so!