HINKOMMEN MIT DEM AUTO

Wer auf sein Auto nicht verzichten will, der sollte wenigstens an die grüne Versicherungskarte denken und einen Unfallbericht auf Deutsch und Französisch dabeihaben. Hilfreich ist es auch, sich schon in Deutschland vor der Abreise Telefonnummern und Adressen der Botschaft, der Niederlassung seines Versicherers, eines Deutsch sprechenden Anwaltes in Paris und einer Fachwerkstatt seiner Automarke zu notieren. Ebenfalls sollte man mit Hilfe eines Sprachführers die gängigen Aussagen im Bereich Auto (z.B. Vollidiot, Sonntagsfahrer, Hirni u.a.m.) schon mal zusammenstellen. Heeee! Die Klammer war ein Scherz! Natürlich meinen wir z.B. Beule, Bremsen, Scheinwerfer usw..

Na, na, na - ganz so schlimm ist es nicht. Die Wahrscheinlichkeit eines Blechschadens ist jedoch für deutsche Autofahrer in Paris bedeutend höher. Deshalb berücksichtigen Sie folgende Ratschläge, um Spass an Paris zu haben:

1. Versuchen Sie, wochentags erst nach 21 Uhr die Stadtgrenzen zu erreichen. Vermeiden Sie unter allen Umständen, die Strassen in Paris zwischen 15 und 20 Uhr und 6 und 10 Uhr zu befahren!

2. Auch wenn Sie halb um die Stadt rum müssen: Verlassen Sie die Ringautobahn um Paris, die Péripherique, erst an der Ausfahrt, die Ihrem Ziel zweifelsfrei am nächsten liegt.

3. Besorgen Sie sich einen wirklich guten Stadtplan, der auch die Einbahnstrassen berücksichtigt. Achtung! Auch die breiten Boulevards können Einbahnstrassen sein!

4. Stellen Sie Ihr Auto am besten in einer bewachten Garage (Hotel oder Tiefgarage im Quartier) ab, auch wenn es teuer ist. Gute Stadtpläne weisen auch auf Garagen hin! Alternativen zu bewachten Garagen sind die teilweise bewachten Grossparkplätze an den Stadttoren, den Portes. Geklaut werden hier Autos seltener, wie auf der Strasse. Lassen Sie jedoch nichts, aber auch wirklich gar nichts, in Ihrem Auto und öffnen Sie alle Fächer, um einem der regelmässigen Fahrzeugaufbrüche vorzubeugen!

5. Wenn Sie Ihr Hotel erreicht haben: Fahren Sie erst am Abreisetag wieder mit Ihrem Auto! Wenn Sie nicht sehr erfahren mit dem Umgang teilweise chaotischer Verkehrslagen in fremden Grossstädten sind, werden Sie keine Chance haben, Ihre Ziele zeitgerecht (und manchmal auch heile) zu erreichen.

6. Rechnen Sie mit äusserst zweitaufwenigen Suchen nach Parkplätzen! Sie sind weitaus rarer gesät, wie in Deutschland!

7. Parken Sie nur dort, wo das Parken auch erlaubt ist! Die Flics sind rigoros was das Abschleppen und den Umgang mit der Kralle betrifft. Behindern Sie parkender Weise die Busse der RATP, dann rechnen Sie mit Geldstrafen in schwindelnder Höhe!!!

Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, dann sollte es eigentlich hinhauen, dass Sie mit Ihrem Auto wohlbehalten wieder gen Heimat fahren können. Aber warum denn der Stress? Warum benutzen Sie nicht einfach ein öffentliches Verkehrsmittel? Sie haben es sich doch wirklich verdient!!! Ist es nicht viel schöner, wenn Ihr Urlaub mit dem Zuklappen der Haustür beginnt? Schon gut! Sie müssen ja schliesslich selber wissen, was Sie tun!

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