HINKOMMEN PER BAHN

Etwas teurer als der Bus, billiger als ein Flug (abgesehen von den Billigfliegern), sicherlich aber am komfortabelsten ist die Anreise per Bahn (vorausgesetzt, Sie beherzigen meinen u.a. Tipp).

Mein Tipp:
Nutzen Sie die ausgezeichneten Nachtzug-Verbindungen. Und wenn Sie Ihre Reise gleich angenehm beginnen möchten, dann wählen Sie für ein paar Euro mehr ein Schlafwagen-Abteil. Es lohnt sich! Sie sind ganz privat unter sich und können sich ein wenig bedienen lassen vom in der Regel sehr freundlichen Personal, um die Reise mit einem Gläschen "Hicks" zur Feier des Tages zu beginnen. Ausserdem bekommen Sie am Morgen dann ein im Preis inbegriffenes Frühstück und kommen so automatisch in Urlaubslaune.

Die Nachtzüge sind so gegen 9.00 Uhr in Paris. Kommen Sie aus der nördlichen Hälfte Deutschlands, dann heisst Ihr Ankunftsbahnhof "Gare du Nord", stammen Sie aus dem südlichen Bereich der Bundesrepublik, dann werden Sie am "Gare de l'Est" Ihre Füsse erstmals auf französischen Boden setzen. Beide Bahnhöfe haben gute Metro-, RER- und Busanschlüsse. Und natürlich gibt es auch viele Taxen dort. Dennoch: Wenn gerade ein internationaler Zug angekommen ist, dann heisst es Schlange stehen an den Taxiständen. Sind Sie zum ersten Mal in Paris, dann nehmen Sie sich lieber ein Taxi zum Hotel. Sie sparen Nerven und die Taxi-Tarife sind ohnehin geringer, wie die in Deutschland. Sind Sie erfahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dann sind Metro, Bus und RER natürlich billiger. Lesen Sie dazu unsere Gebrauchsanweisung im Kapitel "Fortbewegen".

Zurück zur Anreise per Bahn:
Billiger sind Liegewagenplätze. Das ist nur was für Menschen, die es nicht stört, zu sechst in einem winzigen Abteil zu nächtigen und das einzuatmen, was die Mitschläfer so alles aus verschiedenen Körperöffnungen von sich geben.

Am billigsten ist natürlich ein Sitzplatz zweiter Klasse. Besser als eine mehrstündige Busreise ist das allemal, aber wenn wir uns schon mal Paris leisten...

Und nun noch ein Bonbon für Bahnfans und für Eilige. Ab/bis Köln können Sie den "Thalys" nehmen, den französischen Superschnellzug mit dem Flugzeug-Ambiente. Er ist etwas teurer, aber deutlich komfortabler und schneller, als die normalen Züge.

Die Thalys aus dem Süden der Bundesrepublik kommen am Gare du Nord an. Hierzu erreichte uns direkt von Mathias Pelz, Mitarbeiter der Bahn in Leipzig, dieser Hinweis:

Die Bahn weist darauf hin, "dass seit dem letzten Fahrplanwechsel am 09.12.07 das Angebot der Direktverbindungen nach
Paris Est komplettiert" wurde.

"Im einzelnen bedeutet dies, dass man ab Frankfurt/Main 5-mal täglich in 3 Std. und 50 Min. direkt nach Paris Est. kommt. Diese Strecke wird von dem deutschen ICE befahren.

Ab Stuttgart kommt man ebenfalls direkt in 3Std. und 40 Min. nach Paris Est. Morgens und abends wird die Strecke auch direkt von München aus bedient, dann kommt man ohne umzusteigen auch von dort nach Paris Est. Diese Strecke fährt die SNCF mit dem TGV.

Egal ob von Frankfurt oder Stuttgart, man fährt mit dem ICE und dem TGV mit 320 km/h über die französische Neubaustrecke. (...)  Man kann diese Strecken mit dem günstigen Europa-Sparpreis ab 39€ befahren, der
Normalpreis Frankfurt-Paris beträgt 99€." Wir senden ein dickes Merci an Mathias Pelz

 

Achtung! Jetzt kommt ein Tipp für Insider!

Können Sie erst später Ihre Unterkunft beziehen, dann lassen Sie Ihr Gepäck aufbewahren. Die Schliessfächer in der Gare du Nord und die Gepäckaufbewahrung in der Gare de l'Est (beides im Untergeschoß) sind jedoch immer mal wieder geschlossen aufgrund der ziemlich überzogenen Ängste vor Bombenanschlägen. Ausweg zu günstigen Preisen: Das Hotel Richmond in der Rue Dunkerque schräg links gegenüber des Haupteinganges der Gare du Nord.
Hier können Sie Ihr Gepäck gegen geringes Entgelt bis zum Abend aufbewahren lassen. Amüsieren Sie sich über die wahrhaft unbürokratische Art und Weise des Ablaufes des Aufbewahrens! Es lohnt sich!