HINKOMMEN MIT DEM FLUGZEUG

Es soll ja sogar Flugzeuge geben, die noch enger sind, wie Reisebusse! Keine Widerrede! Der Autor hat solches selbst genossen! Dafür ist der Flug die schnellste Form der Anreise. Leider auch die teuerste. Aufpassen! Es gibt immer wieder Sonderangebote, die den Flug in den Bereich des Finanzierbaren rücken. Wie hiess es eben? "Die schnellste Form der Anreise"? Na ja. Wenn man mal zusammenrechnet, kann der scheinbare Zeitgewinn erheblich schrumpfen. Zunächst muss der Fluggast ja erst einmal zum heimischen Flughafen kommen. Etwa eine Stunde vor Abflug sollte er da sein. Dann der Flug, der noch den geringsten Zeitbedarf benötigt. In Paris auf dem Aeroport Charles de Gaulle, kurz CDG oder auch einfach nach seinem Ort Roissy genannt, wird erst einmal auf's Gepäck gewartet. Läuft es dumm, dann wird man vom Zoll gefilzt (Wer hat hier was vom Schengener Abkommen gemurmelt?). Dann irrt man eine Weile in den hässlichen und abstossenden Gängen herum, bis man seine Möglichkeit der Weiterreise in den Stadtkern gefunden hat. Derer gibt es drei:

1. Das Taxi
Sauteuer, ätzend langsam, besonders an Arbeitstagen, da es über die Ringautobahn, die Péripherique, fahren muss. Vielen Fahrgästen wird im Taxi aufgrund der dicken Abgasschwaden rundum kotzübel. In Extremfällen kann die Fahrzeit von Flughafen ins Hotel fast zwei Stunden + ca. 50 € betragen!

2. Der Roissy-Bus
Ein Service der SNCF. Deutlich billiger. Der Bus ist eingerichtet auf grössere Gepäckmengen, und fährt alle 15 bis 30 Minuten. Einstieg ausgeschilderter Ausgang im Untergeschoß des CDG. Ausstieg wahlweise Opéra (Rive Droite) oder Denfert Rocheraud (Rive Gauche). Von dort aus dann weiter mit Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hotel. Nachteil: auch der Bus muss die Périph' benutzen. Ist da Stau, dann ist auch er und Sie, wenn Sie drin sind, im Stau. Kann also auch dauern!

3. RER
Die schnellste und billigste Möglichkeit, in die Stadt zu kommen. Zunächst nehmen wir den kostenlosen Bus, denn Ihr Flugzeug trifft auf CDG 2 ein, die RER-Station befinden sich auf CDG1! (Haha! Nicht verunsichern lassen! CDG hat zwei relativ weit auseinander liegende Terminals! Wer vor allem beim Abflug nicht aufpasst, kann arge Probleme bekommen!) Der Bus kurvt also ziemlich flott und schumilike um den Flughafen (Festhalten, wenn Sie stehen, die Fahrer sind samt und sonders Formel1-Fans) bis zur RER-Station. Dort kaufen Sie sich am Schalter unter Nennung Ihres Fahrtzieles die Fahrkarte und sausen los gen Paris. Vorher schön schauen, wo Sie umsteigen müssen in die Metro. Fahrkarte gut aufbewahren! Im Gegensatz zur Metro brauchen Sie sie, um den RER-Bereich wieder verlassen zu können! Auch in der RER, genauso wie in den Metros, den Metrogängen und den Bussen immer mit einer der zahlreichen Billettkontrollen rechnen. Dabei nicht verunsichern lassen von der anfangs recht militärischen Auftrittsweise der Kontrolleure. Gerade zu Touristen sind sie ausgesucht höflich und hilfsbereit! Wie gesagt: so kommen Sie schnell und billig in die Stadt der Lichter. Apropos Lichter: Schattenseiten gibt es aber leider auch: Haben Sie viel Gepäck, wird es vor allem nach dem Umsteigen in Bus oder Metro ziemlich eng. Achtung Diebstahlsgefahr! Gepäck persönlich bewachen! Im Auge behalten reicht nicht! Hilfe nur von sichtbar offiziellen Personen (Uniform) akzeptieren! Und noch etwas: rechnen Sie damit, Ihr Gepäck über weite Strecken treppauf und treppab transportieren zu müssen! Meiden Sie vor allem grosse Umsteigestationen, wie z.B. Châtelet. Lange Wege, grosses Gedränge, viele Spitzbuben!

Zusammenfassung: Haben Sie wenig Geld, ausreichende Sprachkenntnisse, innere Ruhe und Grundkenntnisse im Gebrauch öffentlicher Verkehrsmittel, dann nehmen Sie sie. Spielt Geld und Zeit keine Rolle, wollen Sie einfach und problemlos zum Hotel, dann ist das Taxi Ihre Wahl. Der Kompromiss zwischen diesen zwei Möglichkeiten ist der Roissybus, mit anschliessendem Umsteigen in ÖPNV (soll hier heissen: Metro  oder Bus) oder Taxi.

Bei Benutzung von RER, Metro und Bus sollten Sie schon zuhause mal schauen, welche Linien Sie nehmen müssen und wo sie am besten umsteigen. Im Kapitel "Fortbewegen" finden Sie weitere Infos!

Und Sie sollten berücksichtigen, dass der Zeitbedarf für den Weg von zu Hause bis zum Hotel in Paris erheblich grösser ist, wie der eigentliche Flug. Auch wenn der tatsächliche Zeitaufwand immer noch geringer, wie der Nachtzug ist, sollten Sie daran denken, dass die gefühlte Zeit da ganz anders zu Buche schlägt: Im Zug schlafen Sie den Schlaf des Gerechten (mal ausgegangen vom Schlafwagen), kümmern sich um nichts und kommen ausgeruht, gewaschen und abgefüttert mitten in Paris zur schönsten Zeit des Tages an! Und das Schlafwagenpersonal gehört zu den wenigen deutschen Dienstleistern, die das Wort Service ernst nehmen!

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