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Besondere Sehenswürdigkeiten in Paris

 

 

Ein paar Orte, Häuser und Monumente stehen nicht oder nur selten in Reiseführern. Deshalb haben wir dieses Kapitel, um hier immer mal wieder die neuesten Entdeckungen weiterzugeben. Und wir hoffen, dass auch Sie sich an der Gestaltung dieser Seite beteiligen, indem Sie uns mailen, wenn Sie auch eine Sehenswürdigkeit, die offiziell noch keine ist, gefunden haben.

Village de Bercy

Gleich an der Metrostation Cour St.-Emilion beginnt das "Dorf Bercy". Bercy war in früheren Tagen das Weinlager der Hauptstadt. Denn Bercy lag bis zur letzten Reform noch ausserhalb der Stadtgrenzen. So konnten sich die Weinhändler den hohen Zoll ersparen, ohne zu weit vom Schuss für die Kunden zu sein. Also bauten Sie infrastrukturell günstig an der Seine kleine Lagerhäuser, die das halbe Dorf Bercy einnahmen. Inzwischen sind diese fast alle abgerissen worden. Fast alle! Ein paar sind noch stehen geblieben. Sie wurden restauriert und neue identische dazugebaut. Nun bevölkern Läden, Restaurants und Ausstellungsräume aller Art diese Lagerhäuschen. Das Gebiet wurde Fussgängerzone und Sonntags pilgern Heerscharen von Franzosen hierhin (die Touristen wissen ja noch nichts davon), um zu kaufen und sich zu amüsieren. In einigen der alten Lagerhäuser hinter diesem Bereich findet man übrigens ein Karussellmuseum. Eigentlich öffnet es nur nach Anmeldung, aber wenn gerade eine Gruppe da ist, kann man sich ja anschliessen.

Métór

Der Métór ist die Linie 14 der Metro. Sie verbindet die neue Bibliothèque Francois Mitterant mit der Madeleine. Und sie ist eine der modernsten Linien der Welt. Alles ist computergesteuert und automatisiert. Sie werden keinen RATP-Angestellten sehen auf den Bahnhöfen und in den Metros! Also kein Fahrer. Auch die Metros selber werden computergesteuert. Geisterzüge! Für Sie bringt es das tolle Erlebnis, ganz vorne sitzen zu können, wo sonst der Fahrer sitzt. Und dann können Sie sich selber wie ein Metroführer fühlen.

La Gaité

Die rue de la Gaîté (M° Gaîté) liegt auf dem Montparnasse. Bis zur Jahrhundertwende war Montparnasse ein eigenständiges Dorf vor den Toren der Hauptstadt. Und es war schon immer Sitte der Pariser, am Wochenende auf's Land zu fahren. Schon allein, weil die Preise dort mangels hoher Hauptstadtzölle viel geringer waren. Also siedelten sich dort auch immer mehr Angehörige aus der Unterhaltungsbranche an. Gastwirte, "Etablissementbesitzer", Theaterdirektoren. Es entstand eine regelrechte Strasse voller Fröhlichkeit. Und so nannte man sie auch: die Strasse der Fröhlichkeit, la rue de la Gaîté. Noch immer ist diese Strasse voller Theater, Etablissements, Cafés, Bistros und Restaurants. Sie erwacht so richtig zum Leben, wenn es Nacht wird in Paris.

Au Lapin Agile

Noch mehr Alt-Pariser Flair? Bitteschön. Die Legende der Cabarets aux Chansons: Au Lapin Agile auf der Butte Montmartre. Täglich ausser Montags beginnt um 21 Uhr ein Abend voller Chansons, Poesie und Humor. Irgendwann so gegen 2 Uhr endet der Abend. Und Sie haben eine Nacht hinter sich, wie es auch schon Toulouse-Lautrec, Montrillo, Picasso, van Gogh und die anderen Künsler der Butte erlebten. Na ja - nicht nur Künstler. Besonders stark vertreten war auch stets die Demi-monde, die Halbwelt von Paris.
Au Lapin Agile, 22, rue des Saules, M° Lamarck-Coulaincourt, Eintritt mit Verzehr: ca. 25,-- Euro.

Hôtel de Ville

Das Rathaus finden Sie zwar in jedem Reiseführer, selten jedoch wird darauf hingewiesen, dass man sich dieses herrliche Gebäude auch von Innen ansehen kann. Aber nur an einem Tag in der Woche und der kann auch noch variieren (aufgrund der täglichen politischen Belange, die verständlicherweise vor gehen müssen) . Und nur nach Anmeldung. Entweder persönlich am Empfang im Eingang Rue de Rivoli 29 oder telefonisch unter 01 42 76 50 49. Es lohnt sich! Regelmäßige kostenlose Ausstellungen zu unterschiedlichen städtischen Themen werden in einem Ausstellungsraum des Rathauses an der Rue Rivoli (Eingang auch die Nummer 29) präsentiert. Es lohnt sich immer, einen Blick auf die meist sehenswerten Exponate zu werfen. Manchmal kann es vorkommen, dass die Besucher ziemlich plötzlich hinaus komplimentiert werden. das hat dann 2 mögliche Gründe: ein Ehrengast hat sich angekündigt, dessen Sicherheit in der Ausstellung nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit garantiert werden kann oder es gab wieder mal eine Bombendrohung (die gibt es seit Jahren regelmäßig und bisher war zum Glück noch keine echt!)  M° Hôtel de Ville.

Viaduc des Arts

Dort, wo jetzt die Opéra Bastille steht, stand bis dahin ein Bahnhof. Die dazugehörigen Gleise führten mitten durch das Wohngebiet auf einer Art Viadukt. Der Bahnhof wurde abgerissen. Und was macht man mit dem endlos langen Viadukt? Auch abreissen? Eigentlich schade. Man entwickelte eine tolle Idee: Die Gleise wurden entfernt und stattdessen ein Park, sozusagen im Obergeschoss angelegt. In den Bögen des Viadukts wurden Läden eingerichtet und ausschliesslich an Künstler und Kunsthandwerker vermietet. Abgesehen von einigen Restaurants und Cafés - aber das versteht sich in Paris von selbst. Nun gibt es also die Möglichkeit einen echten Kunstspaziergang zu unternehmen. Sollten Sie auch tun. Fahren Sie bis M° Bastille und gehen Sie rechts neben der Opéra in die Rue de Lyon. An der Gabelung gehen Sie in die Avenue Daumesnil. Dort fängt der Viaduc des Arts an.

Ménagerie

Klar, Paris hat einen richtigen grossen Zoo. Er befindet sich im Bois de Vincennes. Aber wenn Sie die Ménagerie anschauen möchten, die schon die grossen Könige und der kleine Kaiser besuchten, dann gehen Sie in den Jardin des Plantes, den ehemaligen Kräutergarten der Regenten. Fahren Sie bis M° Gare Austerlitz und gehen Sie auf dieser Strassenseite Richtung Seine. Gehen Sie dann links am Place Valhubert auf den Quai Saint-Bernard. Schon bald kommt der Eingang.

Mosquée

Ganz in der Nähe finden Sie auch Paris' schönste Moschee. Gebaut im maurischen Stil, ein wenig wie aus 1001 Nacht. Es gibt hier eine Teestube, einen Salon de Thé, mit einem kleinen Basar. Und Sie haben die Gelegenheit, die Moschee zu besichtigen. Der Eingang zur Besichtigung liegt an der Place du Puits-de l'Ermite, M° Monge. In den Salon due Thé kommen Sie, einmal die Moschee herum, von der rue Geoffroy-Saint-Hilaire.

Basilique de Saint Denis

Schon ausserhalb der Stadtgrenzen liegt St. Denis. In der Basilika (M° Basilique de St. Denis) sind die berühmten französischen Könige begraben worden. Es ist schon beeindruckend, diese Unmenge an aufwendigen Gräbern zu sehen. Nie wieder wird man die Gelegenheit haben, zwischen so vielen gekrönten und adligen Häuptern zu stehen.

Wird fortgesetzt!

Eine Unmenge weiterer Tipps für ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen finden Sie in nahezu jedem Kapitel dieses Angebotes!

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