Paris in drei Tagen

Na, wenigstens ein paar Tage haben Sie Zeit für eine der facettenreichsten Städte der Welt. Wir gehen einfach mal davon aus, dass Sie über Nacht gefahren sind, am Morgen in der Stadt ankommen, zwei Mal übernachten und am übernächsten Tage am späten Abend wieder fahren. Ihr Aufenthalt findet am Wochenende statt. So könnte dann Ihr Plan aussehen:


Grundsätzliches:

A. Überschätzen Sie sich nicht! Städtetouren sind anstrengend! Auch für die jüngeren Parisfans! Durch die Fahrt sind Sie sicherlich nicht so fit, wie gewöhnlich. Also: planen Sie häufige Pausen bewusst mit ein. Trinken Sie regelmässig vor allem Mineralwasser! Auch eine Sièsta in der Mittagszeit ist durchaus zu empfehlen. Vor allem dann, wenn Sie auch Paris by Night geniessen möchten.

B. Knausern Sie nicht zu sehr mit dem Cent. Nutzen Sie jede Möglichkeit, Fusswege zu vermeiden. Es sei denn, ein Spaziergang gehört zu Ihrer individuellen Planung. Auch wenn Sie jeden überflüssigen Schritt durch konsequente Nutzung von Bus, Metro und Taxi vermeiden, werden Sie am Abend vor allem runde Füße und schmerzende Oberschenkel haben. Die Oberschenkel schmerzen durch die unzähligen Treppen, die Sie bei intensivem Gebrauch der Metro noch zutiefst hassen werden! Nehmen Sie Mahlzeiten, Zwischendurchgetränke und Snacks bewusst in gemütlichem Rahmen ein. Sitzen Sie mit Baquette, Käse und Rotwein nur dann am Seinequai, wenn Sie dies selber wirklich möchten und nicht, weil diese Mahlzeit noch nicht einmal ein Drittel von dem kostet, was Sie im Bistro zahlen würden. Am Besten, Sie lassen den Langsamsten/Schwächsten Ihrer Gruppe das Tempo bestimmen oder teilen Ihre Gruppe auf in eine Gruppe mit Leuten, die Ihr Lebensglück mit der Zahl der gesehenen Attraktionen definieren und in eine zweite Gruppe, die nicht alles unbedingt gesehen haben müssen, dafür den Charme dieser Stadt intensiv erleben möchten. Der Autor tendiert unbedingt zu dieser zweiten Gruppe. Unser Planungsvorschlag ist eher eine Mischung. Hier ist er.


Tag 1 (Freitag oder Samstag)

Vormittag: Frühstück im Bistro, Stadtrundfahrt (mit Ihrem Reiseunternehmen oder mit Paris L'Open Tour (Infos bei www.ratp.fr ), leichtes Mittagessen.

Mittag: Sièsta

Nachmittag: Shopping und Andenken kaufen. Fahrt bis M° Chaussée d'Antin. Kaufhäuser Lafayette und Printemps. Tipps: Dachterrassen nicht vergessen! Herrlicher Rundblick - Gelegenheit für tolle Fotos. Andenken und Mitbringsel können auch Spezialitäten sein! Verpassen Sie die Lebensmittelabteilung (Alimentaires) von Lafayette nicht! (Extraeingang ganz links!) Noch Zeit über? Flanieren Sie den grossen Boulevard hinauf und herab. Sie befinden sich auf historischem Boden!

Abend: Ab Dämmerung Bootsfahrt auf der Seine. Entweder mit Bateaux Mouches (M° Alma-Marceau) oder mit den Vedettes du Pont Neuf (M° Pont Neuf). Niedlicher und nicht ganz so durchgestylt sind die Vedettes. Hier haben Sie oft das Vergnügen, die Erläuterungen persönlich erzählt zu bekommen, statt vom Band, wie es bei den Bateaux üblich ist. Ermässigungsschein, den Sie sich von der Homepage ausdrucken lassen können, nicht vergessen! (s. Links im blauen Bereich). Danach richtig schön Essen gehen. Fahrt mit der Metro bis M° Monge. Kurzer Fussweg hinauf zur Place de la Contrescarpe. Links geht es in die Rue Mouffetard mit vielen preisgünstigen Restaurants. Rechts in die Rue Déscartes. Ebenfalls viele nette Restaurants. Unser Tipp: wenige Meter in die Rue Déscartes auf der rechten Seite ist das Tire Bouchon. Gemütlich, urig, preiswert, französisch, sympatisch. Klicken Sie dazu unseren Restauranttipp oben im roten Bereich! Nach dem Essen kleiner Fussweg weiter die Déscarte bergauf, dann links, am Panthéon vorbei, die Straße bis zur großen Kreuzung. Rechts in den Boulevard St. Michel und bergab bis fast zur Seine. An der Place St. Michel finden Sie "Le Départ", ein klassisches Bistro, in dem Sie Ihren Absacker trinken. Zurück zum Hotel benutzen Sie die Metro direkt vor dem Bistro oder ein Taxi.

2. Tag (Samstag oder Sonntag)

Vormittag: Fahrt mit der Metro zur Porte de Clignancourt. Kurzer Weg mit den Menschenmassen stadtauswärts. Dann eintauchen in den grössten Flohmarkt Europas! 1. Markt vor der Péripherique: Händler mit Neuwaren. 2. Markt direkt hinter der Péripherique: Händler mit typischen Flohmarktartikeln. 3. bis ... Markt hinter dem Flohmarkt abgehend von der Rue Birron: echte Antiquitäten, die schwindelig werden lassen vor Gold und Glitzer!!! Auf dem Rückweg zwischen erstem Markt und Metro auf der rechten Strassenseite etwa auf halbem Weg eine Art McDonalds aber mit besonderen Speisen: Mischung aus französisch, chinesisch und griechisch. Reingehen und Merguez-Frites essen! Typischer geht's gar nicht!

Mittag: Sièsta

Nachmittag: Clichy und Montmartre. Tipps: Ab M°Anvers bergauf gehen. Auf den Stufen von Sacré Coeur ausruhen und Ausblick geniessen. Links um Sacré Coeur herumgehen, dahinter links den Menschenmassen folgend bis zur Place Tertre (Nepp! Höchstens einen Kaffee trinken!). Nach einer Pause Abstieg zu Fuss nach dem Stadtplan. Nehmen Sie die Rue Lepic, berühmte Marktstrasse, Wohnort von van Gogh und fast unten in Clichy auf der rechten Seite Heimat des "Deux Moulins", das Bistro der reizenden Amelie!!! Einkehren - vielleicht auch hier schon zu Abend essen! Wenn noch Zeit ist: Spazieren Sie den Boulevard Clichy auf der Hügelseite Richtung Anvers.

Abend: Besuch der pariserischten aller Revuen in der Rue Cardinal Lemoine: Das Paradies Latin. Entweder mit Abendessen oder (unser Vorschlag) nur die Revue inklusive einer halben Flaschen Champagner pro Nase. Karten per Internet vorbestellen! (s. Kapitel Links im blauen Bereich dieser Seite). Wollen Sie erst nach der Show essen, dann gehen Sie die Rue des Ecoles hinunter bis zum Boulevard St. Michel. Rechts rein und den Boulevard St. Germain überqueren. Fast gegenüber der Ampel auf der rechten Strassenseite des Boul' Mich' geht parallel zum Boul' ,aber rechts von ihm, eine kleine Strasse hinein. Folgen Sie ihr und Sie treffen auf die grösste Ansammlung von preiswerten Restaurants, die Sie in Paris finden können! Den Absacker können Sie wieder im Le Départ oder anderswo (die Auswahl ist gross) trinken.

3. Tag (Sonntag oder Montag)

Wir wissen nicht, wann Sie abfahren, deshalb halten wir die Ratschläge für diesen letzten Tag eher etwas allgemeiner. Sie haben nun schon ein wenig von der Stadt gesehen. Nutzen Sie den letzten Tag Ihres Aufenthaltes, um sich gemütlich die Sehenswürdigkeiten anzusehen, für die Sie bisher nicht so recht Zeit hatten: Eiffelturm, Notre Dame, Concorde, Bastille, Champs Elysées, Arc de Triomphe, Invalidendom. Oder besuchen Sie die Sie interessierenden Museen. Oder machen Sie noch einmal Shopping im Forum des Halles. Oder fahren Sie mit der modernsten Metro der Welt, der Linie 14 Richtung Bibliothèque bis Cour St. Emilion. Dort, in Bercy, finden Sie das Village de Bercy, eine reizende Fussgängerzone, bestehend aus nach echtem Vorbild nachgebauten alten Weinlagerhäusern, für die dieses Viertel einst berühmt war. Oder sehen Sie sich das Paris von Morgen an. Fahren Sie dafür mit der Metro bis zur zur Endstation La Défense. Schauen Sie sich die Grande Arche an und fahren Sie mit dem Aufzug freischwebend in den Himmel. Und spazieren Sie durch das Einkaufszentrum direkt am neuen Triumphbogen (den Bogen im Rücken gleich rechts - von aussen unscheinbar von innen riesig!). Was Sie auch tun: gönnen Sie sich kurz vor der Abfahrt noch einmal ein Essen in einem Bistro. Diesmal dürfen Sie sich selber eines suchen. Bevorzugen Sie dabei Nebenstrassen! Zum Beispiel rund um das Odéon am Boulevard St. Germain. In der Rue St. Gregoire du Tours gibt es da zum Beispiel das "Au Beaujolais"... Aber wir wollten Ihnen ja nicht immer alles vorschreiben! Zum Treffpunkt mit Ihrem Bus nehmen Sie besser ein Taxi, damit Sie auf alle Fälle pünktlich sind.

Sollten Sie mit dem Flugzeug fliegen, dann berücksichtigen Sie eine Taxifahrt von bis zu einer Stunde Dauer!!!


Details zu den Vorschlägen entnehmen Sie bitte den Kapiteln im blauen Bereich dieser Seite.

Vergessen Sie bitte nicht, uns Ihre Erfahrungen mit diesen Vorschlägen zu übermitteln. Unser tiefer Dank ist Ihnen sicher!

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